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17.01. - 11.02 - Ursula Mairamhof und Thomas Riess - "Zwei Raum Wohnung" - Bilder
ZWEI RAUM WOHNUNG
mit
URSULA MAIRAMHOF
THOMAS RIESS

Vernissage:                      17. Jänner, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung:  18. Jänner - 11. Feber 2006
                                          

Ein Künstlerpaar stellt sich aus in einer ZWEI RAUM WOHNUNG

-          das ICH im Dialog mit dem DU
-          der Mensch im Raum
-          der Mensch in seiner inneren und äußeren Beheimatung

Thomas Riess schreibt über
URSULA MAIRAMHOF
“Nichts scheut der moderne Mensch mehr als ein Rendezvous mit sich selbst ...“ (Fritz Muliar).
Ursula Mairamhof hat sichtlich keine Scheu. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die eigene Person, das Dasein als Frau im Kontext mit ihrer Umwelt. Ihre Selbstbeobachtung und Selbstanalyse bilden die Grundlage ihres Formfindungsprozesses. Einflüsse von Außen, die auf die Künstlerin einwirken und Bewegtheiten hervorrufen, werden ausgeforscht und in eine persönliche ureigne „Bildschrift“ transformiert. Das Credo in Mairamhofs Malerei ist die Fokussierung auf das Wesentliche, sowohl im inhaltlichen als auch formalen Bereich. Nicht das Spiegelbild, das Abbildhafte, vordergründig Ästhetische interessiert die Malerin, sondern vielmehr das innere Erscheinungsbild. Die Werke verbildlichen ein subtiles, zutiefst weibliches In-Sich-Hineinhorchen, ein Hinhorchen und Verarbeiten von subjektiver physisch-psychischer Reaktion, hervorgerufen durch persönliche Ereignisse, Eindrücke und Erfahrungen. Als Frau erlebte Körpererfahrungen sind genauso Thema wie die Aufarbeitung und Verdichtung von Emotionen.

Thomas Riess schreibt über
THOMAS RIESS
Meine Arbeiten umfassen den Primärbereich des Menschen: das Oszillieren zwischen dem Innen und Außen, das von uns als Realität genannte Sichtbare und das Unsichtbare, das Subjekt im Kontext mit der ihm umgebenden Umwelt, die historisch, philosophisch, religiös und sozial bedingten Einflüssen unterworfen ist. Einflüsse, die wiederum vom jeweiligen Protagonisten mitgestaltet und verändert werden.
Die Grenze zwischen dem Innen, dem „menschlichen Bathyal“ und dem Außen fungiert als Membrane, als imaginäre durchlässige Haut, die filtriert, vor allem subjektiviert und so das Wahrgenommene auslotet und emotionalisiert. Sie ist somit Schnittpunkt zwischen der Wechselwirkung von Schöpfung und Ingenium. Das Innen, die eigene Sichtweise also, ist immer eine Art Eigenuniversum, das nur dann aufbricht, wenn sich eine andere Person zu dieser Sichtweise dazugesellt und in Kontakt tritt.

Meine Arbeiten sind eine Auseinandersetzung mit dem Sich-auf-die-Welt-einlassen, dem subjektiven Dasein, nicht im Sinne eines Anfalls von egozentrischem Etwas-aus-der-Seele- plaudern, sondern im Sinne des Ortens von Welt, um nicht nur das Geläufige, sondern auch das Unterbewusste, das nicht Sichtbare, das Erahnbare einzubinden. Nichts ist wichtiger, Sichtbares und Unsichtbares.

 
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