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SA 11 - 13 Uhr
 
 

24.03. - 18.04. - Irmgard Hofer-Wolf und Andrea M. Varesco "Felder" - Textilobjekte & Malerei

Die Galerie Nothburga freut sich, Sie zu unserer nächsten Ausstellung einladen zu dürfen.

IRMGARD HOFER-WOLF

ANDREA M. VARESCO

zeigen Malerei und Textiles unter dem Titel „Felder“.

Vernissage:   Dienstag, 24. März 2009, um 19 Uhr
Eröffnung:         Mag.art. Thomas Riess

Kuratierung:     Johanna Bair-Hauser

Ausstellungsdauer:  25.3. – 18.4.2009 (MI – FR 16 – 19, SA 10 – 12:30 Uhr)


Feld........das ist das Offene, das ist Fläche und Begrenzung, der Schauplatz, der Ort der Handlung, die Strukturierung, die Beziehung, die Brache, das Leere ... aber auch Wirkung und Ort von Kraft,  Dichte,  Schwere,  Schwingung, Temperatur, Schall,  Anziehung....

Unter das Thema „Felder“ haben zwei außergewöhnliche Künstlerinnen ihre Arbeiten gestellt.

Die Textilkünstlerin  Irmgard Hofer-Wolf und die Malerin Andrea M. Varesco zeigen in ihren Werken ihren ganz persönlichen Zugang zum Thema Feld.

Das Ergebnis ihrer ureigenen „Feldforschungen“ sind Bilder und Objekte, die den Betrachter dazu auffordern, sich mit ihnen in Beziehung zu setzen und seine eigenen Felder zu entdecken.


Die Textilkünstlerin Irmgard Hofer-Wolf

Die eine spinnt den Faden, die zweite misst ihn, die dritte schneidet ihn ab. Manchmal singen sie auch: von dem, was war, von dem, was ist, von dem, was sein wird. Klotho, Lachesis, Atropos, so heißen die drei Damen, die die Schutzherrinnen aller Textilkünstler sein könnten. Es sind die drei Moiren oder Parzen aus der griechischen Mythologie, und wie diese spannt der Textilkünstler Fäden, verbindet, vernetzt, wickelt, knüpft, schneidet ab.
Nach ihrer Lehramtsprüfung 2002  beschäftige sich Irmgard Hofer-Wolf schwerpunktmäßig mit dem Thema „ Gewalt gegen Frauen“.
Es entstanden mehrere Arbeiten zur Problematik von Übergriffen, wie sie in allen Zeiten und Kulturen geschahen und geschehen. Hofer-Wolf präsentierte diese in verschiedenen Ausstellungen, u. a. im Frauenmuseum in Hittisau (2006) und im Frauenmuseum von Meran (2007).

In weiterer Folge setzte sich Hofer-Wolf intensiv mit dem Spannungsgefüge zwischen Einschränkung, Begrenzung und Freiheit auseinander und arbeitete dabei auch ihre persönlichen Erfahrungen als „Internatszögling“ auf.

Irmgard Hofer-Wolf beschreibt ihre Arbeiten so:
„Das Hantieren mit den unterschiedlichsten Stoffen, Bändern, Garnen, Fäden, Perlen, Steinen, Drähten, Gittern und das Benützen von speziellen Werkzeugen übte schon seit langem einen starken Reiz aus und führte mich schließlich zur künstlerischen Auseinandersetzung damit. Ich versuche, ganz auf das Vorhandene einzugehen, Eigenschaften und Eigenarten zu erfassen, nichts aufzuzwingen, aber doch genug zu verändern, um meine gestalterische Absicht erkennbar zu machen. Beim Arbeiten am jeweiligen Stück finden meine Hände nach und nach in einen Rhythmus. Mit zunehmender Geläufigkeit der Bewegung lösen sich die Gedanken vom momentanen Tun und nehmen ihren eigenen Lauf.“
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Die Malerin Andrea M. Varesco

Andrea M. Varesco wurde in Montan (Provinz Bozen) geboren und absolvierte die staatliche Kunstlehranstalt in St. Ulrich/Gröden. Nach dem Abitur studierte sie an der Kunstakademie „Brera“ in Mailand. Studienaufenthalte, Symposien und verschiedenste Kunstprojekte führten sie in viele Länder Europas. Seit 2002 realisierte die Künstlerin mehrere Projekte im Bereich „Kunst am Bau“. Auch entstanden Graphikmappen und -bücher zu Texten verschiedener Schriftsteller.

Die Arbeiten von Andrea M.Varesco befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In-und Ausland.

Andrea M.Varesco lebt und arbeitet in Kaltern in Südtirol.

Die Arbeiten von Andrea M. Varesco haben bei aller Reduziertheit und Strenge etwas unglaublich Lebendiges, Sinnliches, geradezu Erotisches. Man möchte berühren und wird berührt.

Zu den Arbeiten schreibt die Künstlerin selbst:

„Schwerpunkt und Thema meiner Arbeit ist die Farbe, wobei das Bild weder etwas darstellen, noch eine Botschaft übermitteln will.

Farbe dient mir als Experiment, das dazu dient, in einer Konkretion, die optischen, sinnlichen und materialen Qualitäten der Farbe zu ergründen. Meine Absicht ist es, auf Wahrnehmung der Farbe abzuzielen, sowie auf ihre sinnliche und materiale Präsenz.

Damit bewegt sich meine Malerei innerhalb einer reduzierten Formsprache, ist meist in Beziehung zu Raum und Architektur gesetzt und erreicht somit eine räumliche Anwesenheit.

Es geht mir um eine aus der Farbe heraus entwickelte Malerei, ohne Verweis auf einen außerbildlichen Kontext, wobei der Malprozess selbst zum Gegenstand wird.

Der Entstehungsprozess steht stets im Vordergrund. Damit beabsichtige ich Farbe, Bildträger, Struktur und Raum in ein spannungsreiches Verhältnis treten zu lassen.

Mich interessiert, wie Farben aufeinander reagieren, wie Tiefenwirkung, Licht und Leuchtkraft der Farbe, vor allem aber wie ihre Materialität sich auswirkt und es geht um das Reagieren auf das, was sich im handwerklichen Malprozess ergibt.

Losgelöst vom Subjekt stehen die Arbeiten, nachdem sie den persönlichen Empfindungsraum verlassen haben, als autonome Gebilde oder Empfindungsblöcke im Raum.

Das Ergebnis sind Ströme und Energien, die sich freisetzen und Farbe als sinnliches Erleben wahrnehmbar und erfahrbar machen.“

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