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Eugenie BONGS-BEER
Helmut HABLE

11.02.2025 - 08.03.2025

Eugenie Bongs-Beer
www.bongs-beer.de

In Solbad Hall / Tirol geboren, entstammt der Familie der Vorarlberger Barockbaumeister Beer aus Au im Bregenzerwald, aufgewachsen in Wesel am Niederrhein
1966 – 1974 Studium der Bildhauerei, Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (1.und 2. Staatsexamen)
1973 Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf, Klasse Prof. Joseph Beuys
2008 Visiting artist in residence, Arlington Arts Center, Arlington, USA
Plastische Arbeiten in Ton und Bronze, Edelstahlobjekte (polychrom), Malerei auf Leinwand, Metall und Papier mit Ölfarbe, Tempera, Acryl, Gaze und Gaze-Dekonstruktionen
Graphik (Radierung, Hochdruck, Monotypie)
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland

Statement der Künstlerin:
Der künstlerische Schwerpunkt während meines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf war die Bildhauerei. Malerei und Graphik kamen erst in den 90er Jahren hinzu, ausgelöst durch Aufträge der Bayerischen Staatsoper München.

Ich arbeite stets aus der Imagination, ohne Modell, ohne fotographische Vorlagen, bereit, Zufälliges zuzulassen, zu koordinieren, einzubinden in den Gesamtzusammenhang.

Im Zentrum meiner plastischen Arbeit steht der energetische Austausch von Körper und Raum. Linien, Flächen, Volumen, Oberflächen und ihre Strukturen manifestieren die Befindlichkeit des menschlichen Körpers. Sie sind die Energieträger in einem Netz von Spannungspunkten. Ruhe und Bewegung im Dialog erfahren eine dynamische Aufladung. Die Bronze verstärkt in ihrer Materialität diese Wirkung.

In der Malerei suche ich mittels der Farbe, mit Stein- und Farbpigmenten, den Raum, das Licht, die Luft, ihre Schwingungen, ob in Ruhe oder Bewegung, einzufangen, diese Qualitäten ebenso als Energieträger im musikalischen Sinn zu begreifen. Die transparente Stofflichkeit der Gaze ist hier für mich ein wichtiges Äquivalent, die Vielfalt von Energie und Musik in einen Dialog zu setzen. So entstehen neben Landschaften auch ungegenständliche Bilder, die ich mitunter „inner landscapes“, Seelenlandschaften nenne. Es fordert mich heraus, das Geschaffene in seiner energetischen Präsenz zum Klang zu bringen, atmen zu lassen, und hier auch die Wirkung der Zeit erlebbar zu machen.

Helmut Hable
www.helmuthable.com

In Tirol 1940 geboren, von 1962 bis 1968 Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck. Seit 1962 autodidaktische Weiterbildung in Seminaren, Kursen und Malwochen mit befreundeten Künstlern, unter anderem mit Prof. Hermann Nitsch, mit dem ihn eine freundschaftliche Beziehung verband.

Hable ist nicht nur als Maler, sondern auch als Zeichner tätig, wobei er herkömmliche grafische Techniken, wie Monotypie, Decalcomanie, verschiedene Drucktechniken individuell nach eigenen Vorstellungen verändert.

Hable entwickelte ab 2000 seinen bis dahin gegenständlichen Stil hin zu einem kubistischen, bauhausorientierten Stil und gelangte schließlich zu informeller, gestischer und köperbetonter Malerlei. Ins Zentrum seiner Werke rücken eigene Empfindungen und Eindrücke. Gestalterische Mittel wie Linie, Farbklang und Kontrast finden sich in seiner Kunst, der Zufall ist ein willkommener Faktor bei der Komposition der Bilder.

Die Begegnung mit Hermann Nitsch 2005 führte zu einer bemerkenswerten Veränderung des künstlerischen Stils: Hable begann seine charakteristische Handschrift in seinen Werken zu zeigen. Nitsch über Hable: „Der Bogen von Hables Werk spannt sich von der chaotischen, im Ursprung sich ereignenden sinnlichen Evolution bis zu äußerster Sublimierung. Hable hat sich zur wesentlichen Kunst durchgerungen.“ (Quelle: Palette)

Bei Hable hat sein Versuch, die Leere, das Nichts darzustellen und dem Betrachter zu vermitteln, besondere Bedeutung. Er will den Körper von der Außerlichkeit befreien und in der Kunst in das Unsichtbare des Menschen vordringen und zur wahren Wirklichkeit vorstoßen.

Neben seiner Tätigkeit als Kunstschaffender hat sich Helmut Hable jahrzehntelang als Kunstförderer und Kurator beschäftigt.

Hable ist Mitglied der IG Bildende Kunst (Wien), der Künstlergemeinschaft Westliches Weinviertel und der Kulturvernetzung NÖ und lebt und arbeitet in Tirol und im steirischen Vulkanland. In Straden baute er ein ehemaliges Kellerstöckl samt Weingarten zu einem Atelier mit Kunstgalerie aus, das neben Raum für sein eigenes künstlerisches Schaffen auch Ausstellungen ermöglicht, die er gemeinsam mit anderen Künstlern organisiert und kuratiert.

Seit seiner Pensionierung widmet er sich ausschließlich seiner künstlerischen Tätigkeit.

Auszeichnungen:
1. Preis im Internationalen Malwettbewerb Ex-Tempore 2005, Preis des Landes Steiermark, Schloss Halbenrain (Initiator war die Internationale Sommerakademie Hortus Niger in Halbenrain).

Innovationspreis des Steirischen Vulkanlandes, Kategorie Lebenskraft 2019: Sonderpreis Lebenskultur

Quelle: u.a. Wikipedia, Google

Die beiden Kunstschaffenden Helmut Hable und Eugenie Bongs-Beer.
Kuratorin Sibylle Saßmann-Hörmann und Philosoph Bernhard Braun
Eröffnungsansprache von Dr. Bernhard Braun zu Eugenie Bongs-Beer und Helmut Hable.

Vernissagefotos vom 11.02.2025

von Bernhard Nicolussi Castellan und Valentina Sassmann

Vernissagefotos vom 11.02.2025

von Anna Maria Achatz

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