ELKE KRISMER
Preisträgerin FRITZI-GERBER-PREIS 2022 - KLEINPLASTIK - Plastik, Figur, Skulptur und Objekte im „kleinen Format“
Die Künstlerin verwendet verschiedenste Materialien und Materialkombinationen um Inhalte auszudrücken. Die Materialien und ihre Eigenschaften stehen auch symbolisch für die Eigenschaften von Individuen / der Gesellschaft etc., die thematisiert werden sollen.
Reelle und philosophische Betrachtungen unserer Gesellschaft und ihren Individuen thematisiert Elke Krismer in Ihren Arbeiten. Es geht um Bewegung, Entwicklung, Interaktion, Verwandlung und Veränderung – die Welt, das Leben, eine Gruppe, das Individuum sind/ist im Fluss. Umwege und Richtungsänderungen erhöhen die Kenntnis des eigenen Ichs und machen den Prozess lebendig und spannend.
Zum Beispiel werden dynamisch verwickelte oder sanft geschwungene Glasobjekte mit anderen Materialien wie Draht, Filz oder Peddigrohr kombiniert und bringen diese komplexen Gedanken zum Ausdruck, bauen ein Spannungsfeld zueinander auf.
Dabei bleibt die Formensprache reduziert, minimalistisch und abstrakt. Die angewandten Techniken und Materialien sind vielfältig und treffen in spielerischer Leichtigkeit aufeinander. Neben der konzeptionellen Gestaltung ist es der Künstlerin wichtig, die handwerkliche Umsetzung ihrer Arbeiten selbst durchzuführen.
Das Spiel von Licht und Schatten – einschließlich der philosophischen Komponente – bezieht die Künstlerin als vierte Dimension in die Gestaltung fast aller Arbeiten, wie Plastiken, Installationen oder Wandobjekte mit ein. Die Veranschaulichung, dass Objekte, die hohe Transparenz aufweisen, wenig bis gar keinen gehaltvollen Schatten aufweisen oder nur in den Umrissen abgebildet werden, kann zu philosophischen Gedanken über den „gläsernen Menschen“ anregen.
15.10.2024 - 09.11.2024
Die Glasproduktion wurde im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts immer mehr industrialisiert, vor allem um die Qualität des Werkstoffes und des Handwerks zu erhöhen bzw. zu professionalisieren und die verschiedenen Öfen effizient zu nutzen. Aus Glas-Kunst wurde eher Glasdesign. Künstler und Künstlerinnen entwarfen Kunst- und Gebrauchs-Objekte, die in den Produktionsfirmen von professionellen Handwerkern ausgeführt wurden.
Die Studio-Glas-Bewegung hatte das Ziel, den Werkstoff Glas und das Glas-Handwerk in die Studios der Kunstschaffenden zurück zu bringen, damit diese selbst ihre Werke ausführen können.
Vertreter und Vertreterinnen der Studio-Glas-Bewegung und aktuelle, internationale und nationale Glas-Kunst werden mit Werken - von Gebrauchskunst bis zu politischen Arbeiten – vorgestellt.
Die Arbeiten der „Väter“ der Studio-Glas-Bewegung bis zu den Frauen in der Glas-Kunst entstanden ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute.
Die Techniken der Glas-Verarbeitung und Glas-Bearbeitung in der Kunst werden an Hand der ausgestellten Arbeiten kurz erklärt.
Die Architektin und "Fritzi-Gerber-Preisträgerin für Kleinplastik 2022" ELKE KRISMER ließ sich ab 2003 zur Glaskünstlerin in Österreich, Deutschland, Schweiz, Türkei und den USA ausbilden und wird in der Galerie Nothburga ihre neuesten Arbeiten präsentieren.
Zu den PREMIERENTAGEN wird am FR. 08.11.2024 um 17 Uhr die Künstlerin einen Vortrag halten zum Thema "Studio-Glas-Bewegung – Moderne Glas Kunst".
ELKE KRISMER
Glasobjekte
Vernissage: DI 15.10.2024, 19h
Dauer: 16.10. – 09.11. 2024
Öffnungszeiten:
MI – FR 16 - 19 Uhr
SA 11 – 13 Uhr
Vortrag zu den PREMIERENTAGEN:
Studio-Glas-Bewegung – Moderne Glas Kunst
FR. 08.11.2024, 17 Uhr