Irmengard Schöpf wurde 1923 in Lauterach geboren.
Schon während ihres Arbeitseinsatzes nach der Matura fühlte sie sich zum Zeichnen und Malen hingezogen. Sie begann ein Studium der Philosophie in Innsbruck und Wien, mit privatem Unterricht vertiefte sie gleichzeitig ihren Wunsch nach bildnerischem Gestalten. Sie wurde in die Akademie der bildenden Künste in Wien aufgenommen, verließ diese allerdings nach wenigen Wochen, da ihr die Art des Lehrbetriebs widerstrebte.
1943 heiratete sie den Arzt Karl Schöpf und wurde Mutter von insgesamt fünf Kindern.
1953 brach die Familie nach Ifakara in Tansania auf, wo Dr. Karl Schöpf ein medizinisches Zentrum aufbaute. Neben ihren familiären Aufgaben und dem Unterricht der Kinder verfolgte Irmengard Schöpf stets auch ihr künstlerisches Schaffen. Die intensive Farbigkeit und Fülle Afrikas sowie die Beschäftigung mit afrikanischer Kulturgeschichte waren ihr Impulsgeber und Inspirationsquelle. Neben Bildern entstanden in dieser Zeit etwa in der St. Peter‘s Church in Dar es Salaam und im St. Francis Hospital in Ifakara auch Arbeiten im öffentlichen Raum. Schöpf arbeitete zum großen Teil in der Einsamkeit und völlig eigenständig. Während ihrer Europaurlaube besuchte sie indes so viele Ausstellungen wie möglich und nahm auch vielfältige künstlerische Anregungen in sich auf.
Nach der Rückkehr aus Afrika ließ sich die Familie in Tirol nieder, zuerst in Zams, dann in Serfaus, um letztlich wieder nach Zams zurückzukehren, wo Irmengard Schöpf lebte und arbeitete. Sie wurde ein wichtiger Teil der einheimischen Kunstszene, ohne je ihre innere Unabhängigkeit zu verlieren. Ihr Leben, kurz unterbrochen von zwei längeren Reisen nach Afrika, spielte sich hauptsächlich in Zams ab, die Sommermonate verbrachte sie meist im eigenen Atelier am Gardasee.
Irmengard Schöpf verstarb 2022 in Zams.
Ausstellungen:
2005
Villa Claudia, Feldkirch „Neuere Arbeiten“
2004
Kunst im Rohnerhaus, Lauterach, „Der Glaube im 20.Jahrhundert – Dialog“
2003
Kulturtage Zams, „Ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel“
2002
Theologische Fakultät Innsbruck, Kunst am Gang „Geist in Welt“
2000
Inngalerie Kufstein, „Bilder geschehen lassen“
1999
Bildungshaus St. Michael, Matrei am Brenner, „Neue und nie gezeigte Bilder“
1997
Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck, „Kairos. Neue Arbeiten“
Rabalderhaus, Schwaz „ Zyklen“
1995
Ärztekammer Innsbruck
1993
Stadtbücherei Landeck
1992
GymGalerie, Landeck
1991
Schloss Landeck
1988
Stadtturmgalerie Innsbruck
1984
Galerie Elefant, Landeck
1977
Städtische Galerie, Lienz
1976
Galerie Elefant, Landeck
1974
Tiroler Sommer, Congress Innsbruck
1973
10 Künstler aus Zams, Galerie Elefant, Landeck
1973
Stadtturmgalerie Innsbruck
1966
Kleiner Stadtsaal, Innsbruck
1964
Nonnengalerie Ifakara, Tansania
1958
Kunst des Oberlandes, Landeck
1956
Kunsthistorisches Institut der Universität Innsbruck